surreale resonanzen



litanei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


urformen der kunst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

der kasperl und das krokodil

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


der diskurs der doktoren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

die realität ist allgegenwärtig



hinter den wolken

hinter den leiden

hinter den grössuswelten

ist der hass nicht seltener

sind die kleinen nicht größer

hinter den promiweiden

hinter dem bösen blut

hinter den geldaltären

sind die schwachen nicht stärker

sind die guten nicht besser

hinter den sonnentoren

hinter den horizonten

hinter den sternenhaufen

sind die reichen nicht reicher

sind die klugen nicht gescheiter

hinter den sümpfen der macht

hinter den dunkelkammern der traurigkeit

hinter den masken der angst

sind die götter nicht heiliger

nur ihre namen sind anders

 


der klangguss der blitze

die vernissage der wolken

oder die glanzlichter

der sternenpremiere

 

die lichtampel des mondes

eine führung

durch das vergessene gras

und die trompetensonaten

der märzenbecher

 

der schneewind im unterholz

im ergrauten farngrund

läßt sich der herbst nieder

auf einem maulwurfshügel

tanzen junge spinnen

 

 

durch zufall kam ich darauf

ein haus verteilt särge

es regnet tinte

ein landweg versinkt im nebel

gleich dem fass ohne boden

 

das fenster im schuh

die unordnung der daten

die sonne wirft auch nachts

ihr licht auf die erde

 

eine vase voll augenblicke

das geflüster der bücher

aus mündern triefen urteile

über die kunst die sie meinen

nur dort und da

blitzt entsetzen auf

wie immer

 



dekollete`s demonstrieren dezent distanz

derweil dreschen domteure dreck

dichter decken dennoch dächer

 

dreißig dürre düsen dröhnen

dumpfe dörfer drehen daumen

 

dünne dosen drängeln dauernd

der damische drache dehnt decken

 

defekte deichseln dampfen

dezüge dividieren distanzen

drosseldung dringt durchs dunkle dickicht

 

 

die bräuche der reichen

die gräber der leichen

und die haut der wasser

und die raben der hasser

sind die bewohner der schuhe

 

die südöstlichen blätter

die spucke der täter

und die spur der krawatten

und die leiden der matten

haben finger und zehen

 

auch die sprüche im holz

auch die waffen im stolz

und die reigen der knochen

und kriege die pochen

werden morgen noch stehen

 

und das bersten der töpfe

und das schicksal der köpfe

und die hände am dach

und die füße im bach

und das herz auf der schaukel

findt vor schmerz keine ruhe