Literatur aus der Region

...ist vielleicht nur das Nichtbeachtete,  Unscheinbare, Versteckte, das Gehasste und Belächelte, oder das einmal Gewusste, das Vergessene. Es ist das Verkaufte und Verlorene, das Frierende und Schwitzende, das Alte und das Junge, das Oben und Unten...

Dialekt
 

Dialekt ist Gefühl, ist Blitz und Donner. Ist die Ursprache jedes Menschen schlechthin. Mein Dialekt ist jenes Sprachfutter, welches ich seit meiner Kindheit immer wieder herausspeie, nochmals verschlinge, und aufs Neue zu verdauen versuche. Ich erschaffe mit meinen Dialektgedichten keine neue Welt, sondern schöpfe vielmehr aus der Facetten reichen wie auch beinharten Realität im ländlichen Raum. Mensch und Natur, innere oder äußere Verknüpfungen werden in der Lautschrift des Mühlviertlerischen festgehalten. Mein Dichten ist ein kontinuierliches Protokollieren von dem, was ist. Es ist traurig und trotzig, diskret und persönlich, mutwillig, verspielt, oder boshaft und hinterfotzig. Jedoch zeigt sich auch im hintergründigen Wort ein Stück Hoffnung, gegen die Zerstörung in unserer Welt. Weil, das Leben ist ein Gedicht - trotz allem.

 Lyrik
 

Wirklichkeiten und Spiegelungen verdichte ich - mit offenen, klar erkennbaren, dann auch wieder in verwoben wirkenden Bildern - zu meiner Lyrik. Auch meine Gedichte sind einerseits eine Spurensuche, andererseits, eine zweite Welt öffnen, hinter den Beobachtungen. In meinen Gedichten beschreibe ich Stimmungen, Bilder und Landschaftsklänge - gegen den Alltag, gegen den flüchtigen ersten Blick. Und, ich bin immer auf der Suche nach dem, was wir als Existenz bezeichnen, Weil, die Sprache - ist ein Gedicht.

 Prosa
 

In meinen Prosatexten geht es mir darum, eine Brücke zwischen mir und meiner Herkunft und Umwelt zu schlagen. Die Geschichten haben oft einen autobiografischen Bezug und stehen im Kontext zwischen natur-, zivilisations- und traditionellen Mustern. Jeder Text hat seine eigene Geschichte, sein eigenes Gesicht, und ich überlasse es der interessierten Leserin, dem geneigten Leser, dies zu erspüren, oder lieber seine eigenen Identifikationen darüber anzustellen. Weil, das Erzählen - ist ein Gedicht.

Surreale Resonanzen
 

Sprache und Intuition sind das Ausgangsmaterial zum Schreiben. Text und Wortlaut lassen Bilder entstehen, geholt aus den Tiefen der Seele. Durch die Überwindung der Logik wird eine Realität geschaffen, welche auf den ersten Blick vielleicht irritiert, verunsichert, aber dann, zwischen Lachen, Fühlen und Staunen neue Sichtweisen eröffnet.  Surreale Resonanzen sind aus dem Alltag geschöpfte existentielle Formeln und Gleichungen, eine Suche nach der Mystik der Fantasie und des Zufalls. Weil, das Schreiben - ist ein Gedicht.